Kurzbiografie

Seit 2018 Atelier für zeitgenössische Keramik in Klein-Pöchlarn

2017 Master of Arts; Abschluss des Masterstudiums „Plastischen Konzeptionen/ Keramik“ an der Kunstuniversität Linz, AUT

2013 Bachelor of Arts; Abschluss des Bachelorstudiums „Plastischen Konzeptionen/ Keramik“ an der Kunstuniversität Linz, AUT

2007 Magisterabschluss in Ernährungswissenschaften an der Hauptuniversität Wien, AUT

Elke Halbmayer absolvierte Auslandspraktika in den Keramikwerkstätten von Sandy Brown, Devon, UK sowie James & Tilla Waters, Wales, UK; 2017 erhielt sie den Diözesankunstpreis Linz und wurde für den „Strabag Award 2017“ nominiert.

ÜBER BILDENDE KUNST

Meine Kunst entsteht aus dem eigenen Leben und der Interpretation meiner Erfahrungen. Beim Schaffen meiner Arbeiten fühle ich mich angetrieben von Fragen über die spezies Mensch und das Menschsein an sich. Ich arbeite in einem Werk diese Fragen “ab”, komme auf neue Erkenntnisse und sichtbare Antworten. Diese Prozesse des immer wieder Überdenkens bzw. Überarbeitens drücken sich in den Arbeiten als Wiederholungen, Schichtungen und Überlagerungen aus.

Ich denke die Kunst vom Material her und habe immer mehrere Themen im Hinterkopf, die behandelt werden wollen. Die verwendeten Materialien und die behandelten Themen entsprechen einander. Grundsätzlich ist meine Materialwahl geprägt von meiner Biografie und richtet sich nach Vorlieben. Die Zeit, die ich mit Materialexperimenten verbringe, empfinde ich als besonders bereichernd. Sie liefern viele Ideen, die im Laufe der Zeit zu  Arbeiten heranreifen. Denn ich habe kaum fertige Werke im Kopf. Es gibt Wünsche für Werke, allerdings lerne ich immer mehr diese dem künstlerischen Prozess anzuvertrauen. 

Ich arbeite mit selbsternannten Regeln, die ich befolge oder bewusst nicht befolge. So entstehen unvorhersehbare Werke mit eigenwilligen Charakter. Diese Arbeitsweise sehe ich als biografisches Relikt aus meiner Zeit eines naturwissenschaftlichen Studiums.

ÜBER KERAMIK

Das Material Ton nimmt einen besonderen Stellenwert in meinem künstlerischen Leben ein. Meine Erfahrungen mit Ton eröffneten mir eine völlig neue Welt: zum einen war es der Ton, der mich zum Studium der Bildenden Kunst führte, zum anderen ist es ein Material, das mich durch die Vielfalt seiner Bearbeitungsmöglichkeiten herausfordert, tiefgründiger zu forschen.

Die Arbeit mit Ton entspricht einer Zusammenarbeit mit den vier Elementen Erde, Wasser, Luft und Feuer. Ein Tonobjekt in seiner Entstehung bedarf ständiger Zuwendung, die Kenntnis seiner Umgebung und ein Wissen um seine Bedürfnisse. In seiner Komplexität ist er für mich ein großer Lehrmeister und ich empfinde es als Privileg tief in die Materie des keramischen Arbeitens mit all seinen verschiedenen Facetten einzutauchen.

Da für mich die Qualität der Umsetzung einer Idee mindestens so wichtig ist wie die Idee selbst holte ich mir viele praktische Erfahrungen im Umgang mit Ton und Glasuren bei KeramikkünstlerInnen in Großbritannien, die sehr großzügig ihre Werkstätten und ihr Wissen mit mir teilten. Mit Gründung meines eigenen Ateliers 2018 widme ich mich vermehrt der Keramik und arbeite seither an der Schnittstelle von bildender und angewandter Kunst.